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Kolumbien im Herzen

Über 9.000 km trennen die berufliche und private Leidenschaft von Gerald Gaßmann. Doch der langjährige Fachanwalt für Arbeitsrecht setzt vieles daran, diese physische Distanz emotional und in der Wahrnehmung der Menschen zu schrumpfen.

Die »Kaffeekolumbianer« – Gerald Gaßmann im Dialog mit seinen Geschöpfen aus dem Erzgebirge

Gerald Gaßmann ist Arbeitsrechtler mit Leidenschaft, seinerzeit einer der besten im Ländle. 1983 gründete er zusammen mit Peter Seidel die Kanzlei »Gaßmann & Seidel«, die heute 14 Anwälte, darunter viele Fachanwälte, umfasst und eine Vielzahl von Rechtsgebieten abdeckt. Er war Dozent für Arbeitsrecht und verfasste Fachliteratur. Doch heute, in einem Alter, in dem andere ihren Ruhestand genießen, hat er andere Prioritäten. Im selben Gebäude, in dem auch die Kanzlei ihren Sitz in Stuttgart hat, befindet sich das Honorarkonsulat Kolumbiens – sein zweiter Amtssitz neben seiner Kanzlei.


Carmen und Gerald Gaßmann

Kolumbien

Mit der Liebe zu seiner kolumbianischen Frau Carmen begann Mitte der 80er Jahre auch Gerald Gaßmanns Liebe für Kolumbien, die bis heute nicht nachgelassen hat, sondern sich intensivierte je länger er sich mit dem Land, der Kultur und den Menschen beschäftigte. Jedes Jahr verbringt er etwa zwei Monate dort.


Kolumbien ist Lebensfreude, Warmherzigkeit und die Gastfreundschaft seiner Menschen.


Wer sich mit ihm über Kolumbien unterhält, spürt diese Begeisterung für Land und Leute fast physisch. Er schwärmt von der Warmherzigkeit der Menschen, ihrer Gastfreundschaft und Lebensfreude, wie es ihnen gelingt aus wenig viel zu machen. Sein Enthusiasmus ist geradezu ansteckend.


Dieser Umstand dürfte den Honorarkonsul der Republik Kolumbien mit Zuständigkeit für Bayern und Baden-Württemberg, der 2013 vereidigt wurde, freuen, da er es sich zum Ziel gemacht hat, das Image des Landes zu verbessern. Nicht mit ganz großen Taten, sondern von Mensch zu Mensch mit Anekdoten, Geschichten, Fotos, Kunst, Filmen und Musik oder auch im Rahmen von Veranstaltungen wie die »Lange Nacht der Konsulate«, zu der er in diesem Jahr persönlich Gäste, darunter auch Justizminister Guido Wolf, durch seine Räumlichkeiten führte. So bringt er viel Kolumbien nach Deutschland. Und obwohl er im Austausch nicht viel Deutschland nach Kolumbien bringt, liebt er es, Kolumbianer – Botschafter, Künstler, Schriftsteller, Musiker, Kunsthandwerker und auch Studenten – in die schwäbische Küche einzuführen. Dafür hat er auch schon die Speisekarte des Brauereiwirtshauses Sanwald, das er für diese kulinarischen Ausflüge präferiert, kreativ ins Spanische übertragen, auch wenn seine Sprachkenntnisse verbesserungswürdig seien, wie er behauptet, da er sich in gewissem Maße auf seine persönliche Übersetzerin, seine Frau Carmen, verlasse.


1Gerald Gaßmann (r.) mit Guido Wolf (l.), Justizminister des Landes Baden-Württemberg, bei der »Langen Nacht der Konsulate« vor der Kopie eines Werkes des berühmten kolumbianischen Malers Botero

Neben seiner konsularischen Tätigkeit engagiert er sich auch für die Beca Konder-Stiftung, die bedürftigen und begabten Kolumbianern ein Stipendium gewährt, und ist Ehrenmitglied des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises e.V. Die Förderung kolumbianischer Musiker, Künstler, Schriftsteller, Kunsthandwerker und Studenten ist ihm eine Herzensangelegenheit. So hat er über die Jahre vielerlei unterschiedliche Veranstaltungen und Aktionen organisiert bzw. unterstützt: Kolumbianische Buchwochen, Konzerte, Ausstellungen, die Produktion einer CD, 3 Dokumentarfilme über kolumbianische Musiker und 3 Kunstbildbände. Gerade in der aktuellen Situation engagiert er sich für die Unterstützung derer, die Hilfe benötigen, z.B. bei Soforthilfen des Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises. Es ist Teil seiner Persönlichkeit, anderen zu helfen. So antwortete er auf die Frage, ob er sich noch einmal für seinen Beruf, der ihn in Deutschland verwurzelt und weniger international ist als sein Leben, entscheiden würde, mit ja, weil er es ihm ermöglicht, nützlich zu sein und andere in ihrem Kampf zu unterstützen.


Que comience el bunde – Musik aus der Pazifikregion Kolumbiens

Diese CD der Musikgruppe Choibá ist das jüngste Projekt von Gerald Gaßmann. Die Gruppe, die 2018 auf dem Festival Petronio Àlvarez in Cali, dem wichtigsten Festival afroamerikanischer Kultur Lateinamerikas, den ersten Preis gewann, träumte davon, eine eigene CD zu produzieren und mit ihrer Musik ihre Region des Chocó sichtbar zu machen. Dieser Traum ist nun Wirklichkeit geworden. Schauen Sie auch auf ouTube vorbei bei CHOIBA OFFICIAL.



Mit diesem Kunstkalender wurde eine Serie von Kunstkalendern mit kolumbianischer Kunst begonnen. Dieser Kalender fand auch Beachtung in den kolumbianischen Medien. Nach Auffassung des Feuilletonleiters der Zeitung EL UNIVERSAL aus Cartagena das Schönste, was er bisher je gesehen hätte. Ein Sammlerstück, alle Werke einschließlich des Titelblatts sind zum Einrahmen geeignet.

Rum, Räuchermännchen und vieles mehr

Gerald Gaßmann ist jedoch nicht nur Kunstmäzen sondern auch Künstler. So gestaltet er beispiels-weise mit Freude Flaschen für Rum, u.a. aus seinen eigenen Fässern, und Geschenke für Freunde und Mandanten, die diese alljährlich zur Weihnachts-zeit erreichen. Diese individuellen und mannig-faltigen Geschenke reichen von Tassen und Schmuck nach Vorbildern prä-spanischer Kulturen Kolumbiens über Kunstkalender bis hin zu Skulpturen und anderen kunsthandwerklichen Arbeiten. Dabei behält er Kolumbien allerdings immer im Blick. Er lässt sich von der Kultur inspirieren und kooperiert mit lokalen Künstlern und Kunsthandwerkern, um auf liebevolle, subtile Art Kolumbien in die Welt zu tragen und es für mehr Menschen sichtbar zu machen.



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