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Mark Bezner im Gespräch mit Gerard Butler

Identität entsteht durch unsere Entscheidungen.


Gerard Butler ist am Set voll gefordert, zwischen einzelnen Fotos, Umziehen und Styling. Die Location: Ein Haus in den Santa Monica Mountains. Zwischen zwei Motiven findet er Zeit für ein paar persönliche Worte auf der Terrasse. Ein Gespräch, weniger zwischen Businesspartnern als vielmehr unter Freunden.


MB: Muten wir Dir zu viel zu?


GB: (lacht) Mir? Nicht im Geringsten! Ich empfinde die Arbeit hier am Set geradezu als paradiesisch! Und weißt Du, warum? Ich kann ich selbst sein. Ich habe keinen Text. Ich muss mich in keine Rolle hineinversetzen. Und jemand legt mir die Klamotten raus.


Zum Glück bist Du als Schauspieler stresserprobt.


Ich glaube tatsächlich, dass das eine der wichtigsten Eigenschaften für einen Schauspieler ist. Dabei geht es weniger um die Belastung an sich. Es ist der Wechsel zwischen dem stundenlangen Warten und den kurzen Momenten, in denen Du voll da sein musst. Klar, ein wenig schauspielerisches Talent brauchst Du auch. (lächelt)


Immerhin sind wir Dir für dieses Shooting entgegengekommen.


Kalifornien als Location? Eine gute Wahl – nicht nur, weil ich dafür nicht in den Flieger steigen muss. Kalifornien hat nicht nur dieses besondere Licht. Es bietet eine unglaubliche Vielfalt an Motiven und Stimmungen.


Kalifornien, und vor allem die Küste, das hat wirklich etwas ganz Besonderes. Etwas, das man gar nicht genau beschreiben kann. Es ist ein Lebensgefühl … aber auch mehr als das. Hier gibt es die Traumfabrik auf der einen Seite, und auf der anderen die größten Tech-Konzerne der Welt. Wobei das wahrscheinlich mehr miteinander zu tun hat, als viele denken. Hier liegt einfach etwas ganz Bestimmtes in der Luft, eine Mischung aus Fantasie und Can-Do-Mentalität. Einzigartig.


Du hast auch schon hier gelebt, richtig?


Ich habe in L. A. studiert. Für mich war es damals einfach wichtig, andere Dinge zu sehen. Neue Horizonte. Mir war zu dieser Zeit schon sehr bewusst, wohin mein Lebensweg gehen würde. Und da dachte ich mir: Wenn Du die Ziele so genau im Kopf hast, kannst Du Dir auch den besten Startpunkt aussuchen, den man sich so vorstellen kann.


Ich frage mich, ob es Dir auch so gegangen ist, als Du hierhergekommen bist. Was mich fasziniert hat, war diese unglaubliche Offenheit der Menschen hier. Die Neugier. Die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren. Hier triffst Du kaum jemanden, der Dir sagt: Das geht nicht. Das haben wir noch nie so gemacht, also machen wir es auch jetzt nicht. Nein, hier ist die Vorstellung nur ein Schritt vor dem Tun. Das ist vielleicht kitschig, aber es setzt auch eine Menge frei. Wo wir doch gerade über die Gemeinsamkeiten von Hollywood und Silicon Valley gesprochen haben.


Vielleicht liegt das auch in der Geschichte begründet. Als es an die Besiedelung des Westens ging, war Kalifornien schließlich das äußerste Ziel.


Du meinst, dass nur die Optimisten so weit gegangen sind? Könnte sein. Das würde zumindest erklären, warum es hier mehr Träumer gibt als sonst irgendwo auf der Welt.


Und mehr Pioniere.


Ja, vielleicht ist da wirklich was dran.


Wir freuen uns, dass zwischen den Fotoshootings für die neue Modekollektion zum Markenclaim »MY STYLE. MY STATEMENT.« von OLYMP an der kalifornischen Westküste Zeit für ein Gespräch zwischen Firmeninhaber Mark Bezner (l.) und Hollywood-Star Gerard Butler (r.) blieb.

Fühlst Du Dich inzwischen als Kalifornier?


(lacht) Im Herzen bleibe ich Schotte. Aber ich habe hier eine neue Heimat gefunden und ich lebe sehr gerne hier. Das hat zu einem großen Teil auch mit der Offenheit der Menschen hier zu tun, wir sprachen darüber. Hier werde ich nicht schräg angeschaut, wenn mein schottischer Humor durchbricht. Zum anderen ist es so, dass ich dieses Land vielleicht immer noch mit anderen Augen sehen kann als die Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Ich meine, dieses unglaubliche Licht und das Blau des Pazifik – das ist für jemanden, der Nebel und Regen gewohnt ist, jedes Mal eine Offenbarung. Und natürlich das Essen.


Ist Dir das wichtig?


Du meinst, weil ich von der Britischen Insel komme – und in dieser Beziehung nicht gerade verwöhnt bin? Doch, das ist mir sehr wichtig. Ich liebe die kalifornische Küche. Sie ist wie das ganze Land. Bunt, vielfältig, voller verschiedener Einflüsse. Hier vermischen sich mexikanische, asiatische und europäische Traditionen. Und typisch kalifornisch ist, sich von diesen Traditionen nicht einengen, sondern inspirieren zu lassen. Aber hier geht es nicht nur darum, was man isst. Sondern auch wie. Die Kalifornier lieben es, gemeinsam von großen Tellern zu essen. Verstehst Du? Zusammen zu sein, das ist hier genauso wichtig wie die Nahrungsaufnahme.


Vielleicht sogar wichtiger. Das ist eine großartige Einstellung, finde ich.


Gefährlich, wenn man taillierte Hemden tragen möchte.

Oh, nicht unbedingt. Hier legt man sehr großen Wert auf gesunde, frische und unverarbeitete Lebensmittel. Bestimmt mehr als überall sonst in den Staaten. Bei allem Laissez-faire: Man lebt hier sehr bewusst. Man achtet sehr auf die Qualität und die Herkunft der Dinge, die man konsumiert. Und das betrifft nicht nur das Essen, sondern auch…


...Die Kleidung?


Ja, natürlich auch die Kleidung. Ich habe mich zum Beispiel sehr genau darüber informiert, wie Ihr die faire und nachhaltige Herstellung Eurer Produkte sicherstellt.


Und haben wir Deiner Prüfung standgehalten?


(zeigt auf sich selbst) Du siehst ja, was ich trage!


© Fotos: OLYMP

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