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Feine Gesundheitstipps - Semi-Somnia, die neue Volkskrankheit

Viele Menschen leiden unter Erschöpfung und chronischer Übermüdung. Wo liegen die Ursachen? Was sind die psychischen Folgen? Und was können wir dagegen tun?



Wir leben im Zeitalter der totalen Erschöpfung. Immer mehr Menschen leiden unter chronischer Übermüdung, Semi-Somnia, und Er-schöpfung. Schuld daran ist jedoch nicht grundlegend ein naheliegender Schlafmangel, denn wir schlafen nicht weniger als etwa vor zwei Jahrzehnten. Ein neues Phänomen ist die ständige Reizüberflutung, mit der wir leben. Unser Gehirn wird mehr beansprucht und ist von der Menge an Reizen, mit denen es aus allen Richtungen bombardiert wird, schlicht überfordert. Schlafforschern zufolge ist diese Reizüberflutung dafür verantwortlich, dass viele Menschen nachts keine Erholung mehr finden. Vor allem die neuen Medien, mit denen wir alle rund um die Uhr beschäftigt sind, verhindern das Abschalten.

Die ständige Reizüberflutung durch die neuen Medien verhindert das Abschalten und ist für die Entspannung fatal.


Noch kurz vor dem Schlafengehen E-Mails, WhatsApp-Nachrichten oder SMS lesen – für die Entspannung ist das fatal. Als Folge ist auch unser Schlaf nicht ausreichend erholsam und wir fühlen uns am nächsten Morgen immer noch wie gerädert.



Bewusste Ruhephasen tragen zur Entspannung bei

Schlaftherapeuten empfehlen daher dringend, zumindest am Abend Ruhephasen einzulegen, in denen der direkte persönliche Kontakt mit Familie und Freun-den gepflegt wird – bei ausgeschaltetem Smartphone! Zumindest einige Stunden vor dem Zubettgehen sollte man elek-tronische Geräte abstellen, um gar nicht mehr in Versuchung zu geraten, nach Feierabend noch berufliche – und möglicherweise schlafstörende – Nachrichten abzurufen. Aus dem Schlafzimmer sollten sie dann vollständig verbannt werden, um die Nachtruhe – möglicherweise auch durch nicht ausgeschaltete Signaltöne – nicht zu gefährden.


5 Tipps für einen gesunden Schlaf

1 Halten Sie regelmäßige Einschlaf- und Weckzeiten ein.

2 Sorgen Sie für ein gutes Schlafklima – ideal ist eine Raumtemperatur von ca. 18°C.

3 Vor dem Schlafengehen sollten Sie keinen extremen körperlichen Aktivitäten nachgehen.

4 Üppige Mahlzeiten sowie Alkohol sollten Sie zu später Stunde besser nicht mehr zu sich nehmen.

5 Vermeiden Sie direkt vor dem Zu-Bett-Gehen Aufregeungen jeglicher Art (z.B. Horrorfilme).

Psychische und physische Folgen

Jüngeren Forschungsergebnissen aus unterschiedlichen Disziplinen zufolge drohen durch den permanenten Umgang mit den neuen Medien nicht nur psychische, sondern auch mentale und physische Gesundheitsschäden: Neuropsychologen beschreiben langfristige Negativeffekte der digitalen Datenflut auf das Denk- und Erinnerungsvermögen. Neben den allgemein bekannten Kon-zen-trationsschwierigkeiten und einer gewissen Orientierungslosigkeit bringt Übermüdung auch eine erhöhte Aggression mit sich. Wenn wir erschöpft sind, sind wir leichter reizbar, haben eine niedrigere Hemmschwelle und reagieren emotionaler. Hinzu kommt, dass wir unsere Umwelt negativer wahrnehmen. Auch Angstzustände können eine Fol-ge von Defatigation sein. Selbstverständlich leiden nicht alle Menschen mit Schlafstörung unter Panikattacken. Sie sind jedoch anfälliger für diese als gesunde Menschen.

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Eine weitere Gefahr der Schlafstörung ist das erhöhte Risiko einer Depressionserkrankung, die von vielen Betroffenen ignoriert wird. Sie nehmen an, es würde sich legen, sobald der primäre Stress nachlässt. Leider ist dies nicht der Fall. Depressionen bedürfen einer Behandlung genau wie physische Leiden. Zur Entspannung greifen Stress-Patienten häufig zu Alkohol, Zigaretten oder Drogen und begeben sich so in Abhängigkeiten, die weitreichende Konsequenzen für ihr Leben haben können. Nicht nur für sich selbst sind erschöpfte Menschen eine Gefahr, sondern mit einer reduzierten Reaktionsschnelligkeit im Straßenverkehr auch für andere.Stressforscher nehmen sogar an, dass chronische Erschöpfung das Hirnvolumen schrumpfen lässt und für zahlreiche körperliche Symptome verantwortlich ist. Ein regelmäßiges und konsequentes »Digital Detox« ist folglich nicht nur für gesunden Schlaf notwendig. Schalten Sie ihre Geräte aus, schalten Sie ab und gönnen Sie sich bewusst Pausen, in denen Sie sich von jeglicher Ablenkung befreien. Je häufiger Sie sich in Pausen ablenken lassen, desto höher ist Ihre Chance an Semi-Somnia zu leiden.


Schlafen Sie gut und bleiben Sie gesund!

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